13.12.2008, Dehlitz - St. Marien

Claudia Petasch: Kammerchor erwärmt Herzen der Gäste, in: Mitteldeutsche Zeitung, v. 14.12.2008. (online) pdf

Ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk brachte die Bürgermeisterin von Dehlitz, Christine Krößmann (Die Linke), am Sonnabend in die Dorfkirche. Eine Krippe aus Holz und die Figuren Maria und Josef hat sie extra anfertigen lassen, um damit ein Versprechen aus dem Vorjahr einzulösen.

Das Adventskonzert des Kammerchores Cantart aus Halle war der richtige Anlass, um das Geschenk an den Vorsitzenden des Fördervereines zur Erhaltung des Gotteshauses zu überreichen. „Im nächsten Jahr soll noch ein Schäfer dazukommen”, verriet Frau Krößmann am Rande der Veranstaltung. Der Vereinsvorsitzende Wolfgang von Richter freute sich sehr über die Krippe, die vor dem Altar ihren Platz gefunden hat.

Mit bekannten Melodien stimmte der Kammerchor die Gäste auf die Adventszeit ein. Unter dem Titel „Machet die Tore weit” luden die Musiker auf eine Reise durch Barock, Renaissance und das Europa der Neuzeit ein. Gegründet wurde das Ensemble 2001 von Absolventen der evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle. „Das ist eine sehr stimmungsvolle Kirche und wir freuen uns, hier sein zu dürfen”, sagte Oliver Burse, der die musikalische Leitung innehat.

Organisiert wurde das Konzert vom Förderverein des Gotteshauses. „Sie haben uns mit ihren Melodien die Herzen erwärmt”, dankte Wolfgang von Richter und blickte im Anschluss auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Viele Veranstaltungen mit Künstlern aus Weißenfels, Halle und Leipzig haben die ehrenamtlichen Helfer organisiert. „Jetzt, wo die Sanierungen weitgehend abgeschlossen sind, wollen wir die Besucher vermehrt in das Haus locken”, so von Richter. Zwischen Mai und September war das Gebäude jeden Sonntag für vier Stunden geöffnet. Insgesamt konnte der Verein 150 Besucher begrüßen, darunter auch Radfahrer aus der Schweiz.

Im kommenden Jahr wollen sich die Mitglieder konkret um zwei Vorhaben kümmern. Einerseits soll das originale Altarbild wieder aufgehängt werden. Vom Landesamt für Denkmalpflege in Halle, wo es seit 1970 lagert, ist grünes Licht signalisiert worden. Derzeit ziert eine Reproduktion den Altar. Andererseits soll eine angemessene Beleuchtung installiert werden. Rundleuchter, die zur Probe angebracht werden, lagern bereits im Gotteshaus. „Ich hoffe, dass sie Weihnachten hängen. So können sich alle zur Christvesper ein Bild machen, wie es einmal aussehen könnte”, so von Richter. Die Finanzierung würde sowohl vom Verein als auch von der Kirchengemeinde gestemmt werden. Der Vorsitzende lobte auch die gute Zusammenarbeit mit der Kommune. Bürgermeisterin Krößmann unterstütze die Ehrenamtler, wo sie kann, auch mit finanziellen Mitteln. „Das ist keine Selbstverständlichkeit”, sagte von Richter.

Am 24.Dezember findet ab 14 Uhr die Christvesper mit Pfarrer Hans Schmidt in der Dorfkirche statt.